Dr. Ingeborg Jandl

Ingeborg Jandl ist Universitätsassistentin (post doc) für Südslawische Literatur- und Kulturwissenschaft am Institut für Slawistik der Universität Wien, wo sie an ihrem Habilitationsprojekt zu Fotografie und Trauma in literarischen Texten aus dem postjugoslawischen Raum arbeitet.

Davor war sie Universitätsassistentin für Russische Literatur- und Kulturwissenschaft am Institut für Slawistik der Karl-Franzens-Universität Graz. Sie promovierte mit einer Arbeit zu Sinneswahrnehmung und Emotion im Werk des russischen Emigrationsschriftstellers Gajto Gazdanov und erhielt dafür das DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie den Ingeborg-Ohnheiser-Dissertationspreis der Österreichischen Gesellschaft für Slawistik (ÖGSl). Noch davor publizierte sie außerdem eine Monografie über Rhythmus und Lautstrukturen in Marina Cvetaevas Verstragödien, die sich mit der Semantisierung rhythmisch-lautlicher Elemente befasst.

Ihre Forschung widmet sich der bosnisch/kroatisch/serbischen, russischen und vergleichenden Literaturwissenschaft, wobei Schwerpunkte auf Intermedialität, interdisziplinären Fragestellungen im Grenzbereich zu Psychologie und den Naturwissenschaften, Verstheorie sowie Literatur/Kultur und Ethik liegen. Ihre Studien in Russischer und Französischer Philologie, Psychologie und Philosophie absolvierte sie in Graz, Odessa, Moskau und Sarajevo.